Stadt Ahaus setzt seit 14 Jahren auf coalsi Aktivkohlefilterer

Stadt Ahaus setzt seit 14 Jahren auf coalsi Aktivkohlefilter

Landwirte, Schlossbesucher und Gäste der Fußgängerzone können frei durchatmen

„Wenn die Beschwerden wegen stinkender Kanäle zunehmen, muss man reagieren“, sagt Norbert Wigger, der bei der Stadt Ahaus für den Betrieb und die Unterhaltung des Kanalsystems zuständig ist. Vor rund 14 Jahren hat das die Stadt Ahaus im westlichen Münsterland, unweit der niederländischen Grenze getan. Seit dem setzt sie auf die Aktivkohlefilter coalsi von Fritzmeier Umwelttechnik. Das Filtersystem stellt nicht nur die optimale Belüftung der Kanäle sicher, sondern reduziert die Gerüche aus Kanalschächten zuverlässig, kostengünstig und revisionsarm.

Rund 40 Stück sind in Ahaus und den fünf Ortsteilen  im Einsatz und sorgen dafür, dass die Luft frei ist von unangenehmen Gerüchen. „Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt der 49jähige. Die Stadt mit ihren knapp 40.000 Einwohnern, liegt in einer sehr flachen Gegend im Kreis Borken und ist in Hochmoore und Wacholderheide eingebettet. Rund 80 Prozent der Stadtfläche bestehen aus Wald und Landwirtschaft. Einige der coalsi-Filter sind in der Innenstadt im Einsatz, die das barocke Wasserschloss unweit der Fußgängerzone, im Herzen der Stadt, prägt. „Für Anwohner und Touristen wären unangenehme Gerüche aus dem Kanalnetz nicht zumutbar“, betont der Kanalexperte der Stadt. Schließlich gibt es in der Innenstadt nicht nur zahlreiche Geschäfte, sondern auch Cafés und Restaurants, in denen die Gäste in den Sommermonaten entspannt sitzen möchten.

In landwirtschaftlichen Randgebieten

Die Stadt Ahaus besteht aus fünf Ortsteilen und  betreibt zur Entwässerung der Außenbereiche ein rund 160 Kilometer langes Druckrohrleitungsnetz. Dort wo die Druckrohrleitungsnetze in die Freigefällekanalisation münden, werden die meisten Filter benötigt. Ursache hierfür ist die lange Verweildauer des Abwassers in der Druckrohrleitung. Mangels Sauerstoff im Abwasser kommt es zu Fäulnisprozessen. Dies setzt Schwefelwasserstoff (H2S) frei, der dann unter anderem auch ursächlich ist für die unangenehmen Gerüche aus dem Kanal.

Dass man sich bei der Pflege von Kanälen nicht nur auf die Filter verlassen darf, ist für ihn selbstverständlich. Schließlich ist es kein Geheimnis mehr, dass im Kanalsystem große Schäden entstehen, wenn Schwefelwasserstoff freigesetzt wird. Eine regelmäßige systematische Reinigung nach einem Spülplan ist daher auch in Ahaus obligatorisch. Der Korrosion der Kanalsysteme wirken auch die coalsi-Filter entgegen, denn sie stellen dort eine gute Belüftung des Freigefällekanales sicher wo Schwefelwasserstoff ansonsten ungefiltert nach außen dringen würde und dieses mit den oben beschrieben negativen Auswirkungen. Der Schwefelwasserstoff muss aber entweichen können, da er die Schachtbauwerke und Rohre aus Beton bzw. Stahlbeton sehr stark angreift. Die Folge für die Kommunen: Hohe Investitionskosten aufgrund erheblichen Sanierungsbedarfs.

Städte und Gemeinden müssen Abhilfe schaffen

„Städte und Gemeinden sind kraft Gesetzes angehalten Abhilfe zu schaffen. Zudem sind die Gerüche keinesfalls ungefährlich, denn je nach Konzentration können sie sogar gesundheitsschädlich sein“, sagt Helmut Kiertscher, Sales Manager von coalsi bei Fritzmeier Umwelttechnik. Daher kann das Unternehmen neben Ahaus auf zahlreiche Städte und Gemeinden verweisen, in denen die Aktivkohle-Filter eingesetzt werden. Hauptbestandteil der Geruchsemission in Kanälen ist Schwefelwasserstoff, welcher als äußerst giftig einzustufen ist. Die Folgen können für Menschen fatal sein: Konzentrationsstörungen, Reizungen der Augen und Atemorgane bis hin zur Schädigung der Nerven. In extremen Konzentrationen ist er sogar tödlich, weshalb Kanalarbeiter stets die Luft in den Kanälen messen müssen, bevor sie betreten werden.

Die coalsi Hybrid-Aktivkohlefilter zeichnen sich im Gegensatz zu herkömmlichen Aktivkohlefiltern durch den Einsatz biologischer Verfahren in Verbindung mit hochwertigen und handlichen Bauteilen aus. Die wirksame Geruchssperre baut ökologisch und zuverlässig vielfältigste organische Verbindungen, vor allem aus sauerstoffarmen (anaeroben) Abbauvorgängen, aber auch gegen anorganische Substanzen wie Schwefelwasserstoff und Ammoniak ab, die starke Geruchsemissionen verursachen können.

Physikalische, chemische und biologische Verfahren

coalsi kombiniert dabei physikalische, chemische und biologische Verfahren in einer Systemlösung, dem patentierten Hybrid-Aktivkohlefilter. Ein Siphon sorgt dafür, dass Regenwasser nicht den Filter spült, sondern am Rand des Filters ablaufen kann.

Bei dem System werden die Van-der-Waals-Kräfte genutzt. Das sind die relativ schwachen, nicht-kovalenten Wechselwirkungen zwischen Atomen und Molekülen. So können auch besondere Trägermaterialien, dotiert mit stark polaren bzw. unpolaren Stoffen, zum Einsatz kommen. Zum anderen werden die Gasmoleküle chemisch durch eine Anreicherung in der Aktivkohle des Filters zurückgehalten. Durch die Dotierungen mit speziellen Stoffen wirken die Filter puffernd, adsorbierend oder durch katalytisch wirkende Oberflächen.

Nährstoffe für Mikroorganismen

„Vor dem Einsatz der Filter werden Mikroorganismen auf der Polyurethanmatrix der Filtermatten fixiert“, erklärt Kiertscher. Die belastete Abluft, die durch die Matten strömt, versorgt die Mikroorganismen mit „Nährstoffen“, die dadurch einen Biofilm aufbauen können. Dieser schützt sie in Form eines Puffers vor starken Schwankungen äußerer Einflüsse (z.B. pH und osmotischer Druck) und dient gleichzeitig als Nährstoffreservoir (H2S, NH3, organische Geruchskomponenten) für eine gleichmäßige Versorgung. In diesem Milieu fühlen sich die Mikrobakterien ganz hervorragend und neutralisieren so perfekt den Gestank aus dem Kanal. Die Anwohner können wieder durchatmen und der Kanal tut das trotz Filterung auch.

Der coalsi Straßenkanal-Filter, den es dank verschiedener Modellgrößen für nahezu alle Straßenkontrollschächte gibt, ist das Flaggschiff der coalsi Produktreihe. Ob für den Fahrbahnbereich oder Seiteneinläufe ‑ durch das patentierte Siphonsystem, das eine gleichmäßige Verteilung des Luftstroms über Aktivkohlematten gewährleistet, kann der Kanal das Abwasser trotz Geruchssperre vollständig aufnehmen. Das System ist einfach und sicher zu Handhaben. Auch ein Nachwässern der Filter erübrigt sich - selbst nach langen Trockenperioden.

Geringe Folgekosten

„Uns haben auch die die hohen Standzeiten der Filter überzeugt“, sagt Wigger, die durch den Einsatz unterschiedlicher chemischer, physikalischer und biologischer Matten gewährleistet werden. Die Folgekosten sind daher aufgrund der langen Nutzungszeit der Aktivkohlefilter gering. „Das schont die Stadtkasse“, betont der Münsterländer. Das habe die Stadt Ahaus neben den guten Referenzen von coalsi zusätzlich zum Kauf bewegt „Sollten wir weitere Filter benötigen, greifen wir wieder auf diese bewährte Produktreihe zurück“, sagt Norbert Wigger. Das lässt die Ahauser auch künftig frei durchatmen.

Über coalsi:

coalsi ist ein Geruchsfiltersystem und ein patentiertes Produkt der Fritzmeier Umwelttechnik. Das System reduziert unangenehme und gesundheitsschädliche Gerüche aus der Kanalisation, der Landwirtschaft und Gewerbebetrieben und hat sich mit seinen Hybrid-Aktivkohlefiltern bereits in zahlreichen Kommunen und Unternehmen bewährt. Die Einzigartigkeit des Systems besteht nicht nur im konsequenten Filtern von Gerüchen, sondern stellt zeitgleich auch die Belüftung der Kanalsysteme sicher, was den vorzeitigen Korrosionsprozess verhindert. Die spezielle Oberflächenstruktur der Filtermatten nehmen die Gerüche, die durch Gärung, Fäulnis oder Zersetzung ausgelöst werden auf und zersetzen sie. coalsi ist schnell und einfach in bestehende Kanalschächte einzubauen. Geringe Folgekosten fallen nach einem bis zu drei Jahren durch den Austausch der Filter an. 

www.coalsi.com